|
Dieter Kottysch 30. Juni 1943 geb. in Hamburg, ist ein ehemaliger deutscher Amateurboxer.
Dieter Kottysch ist mehrfacher deutscher Meister. Bei den olympischen Spielen 1972 in München erkämpfte er als erster westdeutscher Boxer nach dem Zweiten Weltkrieg die Goldmedaille im Halbmittelgewicht. Er gewann gegen Wieslaw Rudkowski nach ausgeglichenem Kampf knapp nach Punkten (mit 3:2 Richterstimmen).
In den Jahren 1964 - 1968 wurde Dieter Kottysch fünfmal in Folge Deutscher Meister im Weltergewicht. Dann wechselte er ins Halbmittelgewicht, wo er den Titel erst 1972 - im Jahr seines Olympiasiegs - erringen konnte.
Dieter Kottysch lebt in Buchholz in der Nordheide.
Erfolge
- 1961 Deutscher Juniorenmeister im Halbweltergewicht
- 1964-1968 Deutscher Meister im Weltergewicht
- 1972 Deutscher Meister im Halbmittelgewicht
- 1972 Gewinner der Gold Medaille im Halbmittelgewicht bei den Olympischen Spielen in München
Dieter
Kottysch
(*3. Juni
1943 in
Hamburg) ist
ein
deutscher
Schwergewichtsboxer.
Dieter
Kottysch ist
mehrfacher
deutscher
Meister.Bei
den
olympischen
Spielen 1972
in München
erkämpfte er
als erster
westdeutscher
Boxer nach
dem Zweiten
Weltkrieg
die
Goldmedaille
im
Halbmittelgewicht.
Er gewann
gegen
Wieslaw
Rudkowski
nach
ausgeglichenem
Kampf knapp
nach Punkten
(mit 3:2
Richterstimmen).
In den
Jahren 1964
- 1968 wurde
Dieter
Kottysch
fünfmal in
Folge
Deutscher
Meister im
Weltergewicht.
Dann
wechselte er
ins
Halbmittelgewicht,
wo er den
Titel erst
1972 - im
Jahr seines
Olympiasiegs
- erringen
konnte.
Dieter
Kottysch
lebt noch
heute in
Buchholz
(Heide).
Stand
01.2008
Es
war
ein
harter
Kampf,
am
Ende
aber
hatte
es
sich
für
Dieter
Kottysch
gelohnt.
Er
holte
als
bisher
einziger
aus
Westdeutschland
stammender
Boxer
olympisches
Nachkriegsgold.
Noch
ein
Umstand
machte
das
Final-Duell
1972
zu
etwas
Besonderem:
Die
Kontrahenten
waren
Freunde.
Text
von
Spiegel.de
:
Die kleine Vorgeschichte dazu erzählt Dieter Kottysch fast noch lieber: Wie er damals mit frisch bandagierten Händen seelenruhig auf dieser Bank in den Umkleiden des olympischen Eisstadions lag und einschlief. Wenn Staffelkamerad Peter Hussing ihn nicht geweckt hätte, "dann hätte ich das Finale wahrscheinlich verschlafen". Was danach im Seilgeviert folgte, ist hinlänglich bekannt und ihm selbst nach vielen Jahren in jedem Detail präsent. Nur, dass er geweint hat während der Siegerehrung, wie er bei der anschließenden Dopingkontrolle erfuhr, wusste Kottysch zunächst nicht. Doch insgesamt ist es noch immer, "als wenn das erst ein Jahr her ist".
Es sind jedoch viel mehr vergangen, seit der gelernte Bauzeichner aus Hamburg in München 1972 durch seinen knappen Punktsieg über den Polen Wieslaw Rudkowski zum Olympiasieger im Halbmittelgewicht avancierte. Der finale Triumph des beherzten Kämpfers war aber nicht nur die kaum erwartete Energieleistung eines unterschätzten Außenseiters, der zuvor mit dem Briten Alan Minter einen späteren Profi-Weltmeister ausschalten konnte. Er festigte kurioserweise auch die bis heute anhaltende Freundschaft zu dem Mann, mit dem Kottysch sich an jenem 10. September 1972 so erbittert um das Gold gefetzt hatte.
Neun Jahre zuvor, im Sommer 1963, war man sich am Rande eines deutsch-polnischen Länderkampfs in Lodz zum ersten Mal begegnet – Rudkowski als 16-jähriger Juniorenmeister, den sie gerade zu Legia Warschau geholt hatten, und Kottysch als jüngstes Mitglied der BRD-Seniorenstaffel, der vom folgenden Jahr an fünfmal hintereinander nationaler Meister im Weltergewicht werden sollte. Sich mit dem jungen Polen über Trainingsinhalte auszutauschen, war für den in Gliwice (Gleiwitz) aufgewachsenen Kottysch kein Sprachproblem.
So baute sich durch Briefe und dann durch Besuche ein immer intensiverer Kontakt auf, der durch zwei sportliche Duelle eher bestätigt als beeinträchtigt wurde. Im September 1970 in Stuttgart siegte Dieter alias "Kiste" nach Punkten; im November 1971 in Wroclaw (Breslau) revanchierte sich "Wieszek" – wenn auch schmeichelhaft, wie beide hinterher fanden.
Festzustellen war in beiden Fällen nämlich ein gewisser Vorteil für den deutschen Rechtsausleger, dessen beständig arbeitende Führhand und Kondition dem an Reichweite überlegenen Stilisten aus Polen, auch er Rechtsausleger, nie behagten. Und wahrscheinlich war dies der Grund, warum Rudkowski seinen Freund im olympischen Dorf von München nicht empfangen mochte, obwohl der zweimal im polnischen Quartier vorstellig wurde. "Onkel Wieszek", wie Kottyschs Tochter Alexandra ihn längst nannte, wollte Gold statt Nettigkeiten. Es wurde Silber, und statt Rudkowskis ging das Bild des vor Glück weinenden Deutschen, dem die Tochter an den himmelblauen Kampfmantel sprang, um die Welt.
Weniger bekannt ist, dass beide noch in derselben Nacht mit ein paar anderen Boxern ausgiebig um die Münchner Häuser zogen. Der angetrunkene Hamburger hatte den volltrunkenen Warschauer mit der verpflasterten Augenbraue schließlich ins letzte Taxi gekippt. Seitdem sind Teilnehmer Nr. 126 (Kottysch) und Nr. 257 noch näher beieinander. "Wenigstens einmal im Jahr" zieht es Kottysch nach eigener Schätzung an die Weichsel; etwa genauso oft findet sich Familie Rudkowski in der Buchholzer Drei-Zimmer-Wohnung seines Freundes ein.
Wohlhabend hat das Münchner Finale keinen von ihnen gemacht. Rudkowski wurde noch einmal Europameister, dann kurzfristig Trainer und endlich Privatier mit einer kleinen Aufgabe im polnischen Olympiakomitee; Kottysch kehrte nach einem kurzen Intermezzo beim Hamburger Amateurverband in den erlernten Beruf zurück. Der Gemütsmensch mit dem dicken Schädel fand sich schon zu alt, um dem Profi-Angebot eines Kölner Promoters zu folgen. Das schmale Salär einer BAT-VI-Stelle bei der Stadt konnte ihn aber nie davon abhalten, auf dem Weg nach Polen immer etwas Nützliches für seinen Kumpel mitzunehmen.
Per Post hat der Dieter einst dem Wieszek noch einen Teppichklopfer zugeschickt, denn "sowas gibt's da momentan nicht". Durchschlagender im Erfolg war nur noch die Video-Kassette vom olympischen Duell, die dem Polen zu dessen zehntem Jahrestag zuging. "Da hat er hinterher angerufen und mir erstmals gesagt: 'Dieter, du hast das Ding tatsächlich gewonnen'", grinst Kottysch. So unbelastet und einvernehmlich wünscht er sich auch die Verhältnisse zwischen den heutigen Profis, deren schrille Überzeichnung zu blutrünstigen Feinden ihn "regelrecht anwidert".
Seine deutsch-polnische Freundschaft ist ja auch vor dem Hintergrund einer Geiselnahme gewachsen, die die Spiele in München fast beendet hätte. "Mein Gott", entfährt es Kottysch manchmal, "das Leben ist so kurz." Das "Reißerische" am aktuellen Boxboom hat ihn aber auch mit dem gelegentlichen Verdacht ausgesöhnt, seine Medaille "20 Jahre zu früh" errungen zu haben. Denn dass er wohl eher zu den vergessenen Siegern gehört, bekommt Dieter Kottysch hin und wieder zu spüren. Da schickte ihm etwa einmal das ZDF für ein neu bestelltes Video vom 72er-Turnier eine Rechnung über rund 800 Mark Bearbeitungsgebühr ins Haus. Der Bauzeichner Dieter K. aus B., heute 63 Jahre alt, hat sich kurz gewundert – und dann ohne Protest gezahlt.
Text vom Hamburger Abendblatt:Heute vor 35 Jahren errang er seinen größten Erfolg. "Außer der Familie und der Gesundheit gibt es nichts Höheres", sagt der Mann, dessen Devise immer "Geben ist seliger denn nehmen" war. Am 10. September 1972 um 22.08 Uhr ertönte in München der Schlussgong, und der Boxer Dieter Kottysch, damals 29 Jahre alt, war Olympiasieger im Halbmittelgewicht für Deutschland.
Der heute 64 Jahre alte Technische Zeichner, der in Oberschlesien geboren wurde und 1956 aus Polen nach Deutschland kam, lebt jetzt schon seit mehr als 27 Jahren in Buchholz und hat dort bei den Stadtwerken gearbeitet. Seit einem Jahr ist er Rentner und wohnt bescheiden in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung, die rundum aufgeräumt ist. Der Besucher wird gebeten, seine Schuhsohlen auf der Fußmatte sorgfältig abzutreten.
Das Geben im positiven Sinn ist dem Sportler geblieben, der nach dem Olympiasieg die Boxhandschuhe auszog und nie wieder in den Ring gestiegen ist. Jetzt gilt all sein Streben den Kindern, Sohn Frank (37) und Tochter Alexandra (40), und seiner Lebensgefährtin - "Sie wohnt nur 126 Meter entfernt". Auch deren Sohn Lars hat er fest ins Herz geschlossen. Die Nähe zu seinen Kindern war der Grund dafür, dass er nach Buchholz kam. Christian Wulff, damals noch nicht Ministerpräsident, verschaffte Kottysch den Kontakt in die Nordheide. Die Kinder arbeiten als Industriekaufmann und Hotelfachfrau in Hamburg. Tochter Alexandra hat auch lange bei ihrem Vater gewohnt. Dieter Kottysch ist schon lange geschieden.
An Alexandra werden sich noch viele Fernsehzuschauer erinnern können. Nach der Urteilsverkündung hob ein Zuschauer die Fünfjährige in den Ring und die lief zum unterlegenen Gegner, dem Polen Wieslaw Rudkowsky, der noch heute ein guter Freund der Familie ist. "Sie hatte Onkel Wieslaw lange nicht gesehen", so der Vater. An der Hand von Kottysch ging Alexandra dann durch den Ring. Dass der Boxer bei der Nationalhymne Tränen vergoss, "habe ich gar nicht gemerkt. Aber die Anspannung wich einfach von mir", berichtet Kottysch, der in Boxerkreisen als nervenstark und die Ruhe selber galt. Kurz vor dem Kampf war er sogar in der Kabine eingeschlafen, bevor Schwergewichtsboxer Peter Hussing ihn weckte. Den Siegener wird er Mitte September zu dessen Geburtstag besuchen.
In Buchholz lebt der Olympiasieger zurückgezogen. "Ich bin heimisch veranlagt, bin lieber zu Hause als in der Kneipe." Das kleine Zimmer, das vorher seine Tochter bewohnte, hat er jetzt mit den Trophäen seiner Laufbahn geschmückt. Urkunden, Plaketten, das Silberne Lorbeerblatt, vom Bundespräsidenten überreicht, Fotografien, Pokale und selbstverständlich die Goldmedaille zieren Glasschränke und Wände. Die Goldmedaille verdankt Kottysch der Tchibo-Familie Günter Herz, die ihm damals erlaubte, später zur Arbeit zu kommen, damit er trainieren konnte, und ihm dennoch den vollen Lohn zahlte. Und Josef Neckermann gilt Kottyschs großer Dank, weil der die Sporthilfe ins Leben rief. Aber nicht nur das: "Ich bin ein direkter Mensch und spreche aus, was ich denke. Das mochten die Funktionäre nicht." Als diese dann Eckhard Dagge statt Kottysch für Olympia nominieren wollten, griff Neckermann zum Telefon und rief Kottysch zu Hause an: "Dieter, es fährt nur einer, und das ist Kottysch."
|
|
|
Obiger Text wurde entnommen aus: Spiegel.tv
Layout by
JR-Project
|
zurück
zur
Startseite
mit Bilder,Pics,Fotos
vom Hamburger Starclub, der Starclub bis 1969, aber auch Sportbilder,Staedte und Sonstiges der Stadt Hamburg sowie
Deutschland.
Hamburg, Berlin,
Prag,Paris, Insel Capri, Amsterdam, Tahiti
Alle Bilder Copyrigt by
JR-Project Jens Rabenstein, Robby Günther -
http://www.starclub-hamburg.eu
Im Inhaltsverzeichnis
sind viele Bands wie AC-DC, Deep Purple, Beatles, Lee Curtis, Led
Zeppelin, aber auch Stars wie Conny Froboes, Frank Zappa, Rolling
Stones, Walker Brothers /// Städte wie Amsterdam, Hamburg, Berlin
/// Sport wie Uwe Seeler
, HSV, Rosendahl, Gerd Müller, Kottysch u.v.a.
Weitere Band aus dem
Hamburger Starclub: Chris Andrews, Birds & Bees, Eric Burdon, Ray
Charles, Eric Clapton, The Creation, Lee Curtis, Dave
Dee,Dozy,Beaky,Mick & Tich, Frank Dostal, Easybeats, Equals, The
Faces, Chris Farlowe, Ian and the Zodiacs, Kingpins, Rivets - Henner
Hoier, Hari-Kari, Ben E.King, The Londoners, The Liverbirds,
Mama-Bettys-Band, Manchester Playboys, Frank Zappa, The Move,
Rattles, The Nice, Achim Reichel, Remo Four, Screamers, Tony
Sheridan, Small Faces, The Smoke, Spencer Davis-Group, VIPs, Spooky
Tooth, The Taste, Tremeloes, Troggs, Vanilla Fudge, Walker Brothers,
Wonderland, Johnny Young und viele Andere...
|
|